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::: Geschichte der Pyrenäen :::

Einer der bedeutendsten Pyrenäenforscher war der französische Kartograph Franz Schrader (1844-1924), dessen Vater zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus Magdeburg nach Frankreich übergesiedelt war. Er hat verschiedene bedeutende Massive der Pyrenäen kartiert, besonders bekannt wurde er für die Erforschung der Cirque de Garvanie, zu deren Füßen im kleinen Ort Garvanie er auch begraben liegt, neben einem anderen berühmten Pyrenäenforscher, Henri Russell. Schrader war der Erstbesteiger der Grand Bachimale (3144 m), der Dreitausender wurde ihm zu Ehren Pic Schrader benannt. Schrader war Präsident des CAF und Ritter der Ehrenlegion.

Jahrhundertlang, besonders im Mittelalter, erleben die Pyrenäen eine kulturelle Blütezeit, die hochinteressante Spuren in Kirchen, Festungen, Klöstern und alten Hospitälern hinterlassen hat. Diese Berge am Eingang zur Iberischen Halbinsel wurden Zeugen eines bedeutsamen kulturellen und künstlerischen Austauschs zwischen Spanien und dem restlichen europäischen Kontinent. Die verschiedenen Klosterorden, die hier ihre Ruhestätte suchten, sowie der starke Einfluss des Jakobsweges und die Pilger aus ganz Europa verleihen dieser Umgebung einen hohen spirituellen Wert.

Die Pyrenäenlandschaft ist durch die abrupte Orographie aus Gipfeln und Tälern geprägt, in denen eine ländliche und satte Natur in vollem Glanz erstrahlt. Eindrucksvolle Felsmassive mit vertikalen Wänden, Gletscher, Wasserfälle und Seen wechseln sich mit Nadelwäldern, Weideland und fruchtbaren Tälern voller Wildwasser der zahlreichen Flüsse, die in der Gebirgskette der Pyrenäen entspringen, ab. In dieser idyllischen Landschaft befindet sich ein Hort reicher Fauna, die dem Hochgebirge entspricht, mit Arten wie der Gämse, dem Otter, dem Steinadler oder dem Bartgeier.

Die Küche der Pyrenäen weist je nach Landstrich unterschiedliche Schwerpunkte auf. Von Navarra bis Katalonien über die reiche kulinarische Tradition Aragoniens lassen sich zahllose Spezialitäten kosten, von denen viele wie die gebratenen Brotkrumen oder der Lammbraten auf Hirtinnenart ihren Ursprung auf dem Lande haben. Im Allgemeinen handelt es sich um kräftige und herzhafte Speisen, die auf Zutaten erster Güte basieren: Fleisch, Milchprodukte, Gemüse, Wurstwaren etc. Ergänzend bietet die natürliche Umgebung ihre eigenen Rohstoffe: Wild, Forellen, Pilze und Waldfrüchte...

 

 

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