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::: Die Geologie der Pyrenäen :::

Die Pyrenäen entstanden wie die Alpen vor rund 50 bis 100 Millionen Jahren im Tertiär. Die westlichen Pyrenäen bestehen überwiegend aus Kalkstein, wogegen in den Zentralpyrenäen verschiedene Granite dominieren. Das Faltengebirge wurde vor allem während der Würmeiszeit mit einer geschlossenen Eisdecke überzogen. Durch die Eiszeit haben sich etliche Hängetäler und viele tausend Gletscherseen gebildet.

Die Geomorfologische Entwicklung der Pyrenäen
Aus geomorfologischer Sicht aus gesehen, ist der Naturpark Posets-Maladeta das älteste Teilstück der gesamten Pyrenäen. Hier befinden sich die ältesten Steinmassen, aus der ersten Entwicklungsfase der Pyrenäen stammend. Nahezu jeder Gipfel, jedes Tal, jeder Stein des Naturschutzgebietes stammt aus der vor 500 Millonen Jahren begonnenen Entstehung der Pyrenäen. Es handelt sich um eine lange Entstehungsphase, die kontinuirlich neuen Veränderungen unterworfen war. Auch heute noch werden neue Erkenntnisse gefunden, die Licht in die Entwicklungsgeschichte der Pyrenäen werfen. Hier soll versucht werden, dem Leser einen kleine Überblick über diese Entstehung zu vermittlen.

Bis wohin den Forschern bekannt ist, glaubt man, dass während der Entwicklungsperiode der Pyrenäen, das Meer sich zwei Mal über diesen Landstrich verbreitet und wieder zurückgezogen hat:

Die Pyrenäen sind in zwei Phasen entstanden. Jede dieser Phase bestand jeweils aus drei Unterphasen. Diese lassen sich mit dem Bau eines Hauses vergleichen: erst werden die Materialien für das Haus hergestellt (Ziegel, etc.), in der zweiten Unterphase wird das Haus erbaut (die Pyrenäen schiessen empor) und in der dritten Unterphase wird alles wieder zunichte gemacht. Die ersten zwei Unterphasen werden auch Litorenesis und Orogenesis genannt.

1.Phase: Als die Iberische Halbinsel als seuche noch nicht existierte, etwa vor 500-400 Millonen Jahre vor unserer Zeit, war dort, wo heute die Pyrenäen sind, Meer. Es lagerten sich Meeressegmente auf dem Meeresboden ab. 100 Millonen Jahre später geschah etwas, was bis heute seine Folgen hat: aus Vulkanischer Aktivität entstandene Magmamassen fusionierten mit den abgelagerten Meeressegmenten, die zusammen, nach einer langen Abkühlungsphase, den noch heute vorkommenden Granit. Der dabei enstehende, enorme Druck, bildete zum ersten Mal die Pyrenäen.

Die in dieser Epoche entstanden Gesteine bilden heute den Naturpark Posets-Maladeta. Deshalb findet man dort die zu Recht die ältesten Berge der Pyrenäen. Wie sieh sicher schon bemerkt haben, haben wir die in diesem Abschnitt die 1. und 2. Unterphase der ersten Entstehung der Pyrenäen beschrieben.

“Unmittelbar” darauf begann auch schon der Zerfall der Pyrenäen. Schuld daran waren die in der Atmosphäre herschenden, agressiven Gase, die die Berge förmlich (chemisch) zersetzten. Wie ein altes Gebäude klappen die Pyrenäen in sich zusammen. Das Material, aus denen die ersten Pyrenäen geformt waren, verlief sich und zetreute sich über eine grösse Fläche. Hier schliesst sich die erste Entwicklungsphase der Pyrenäen ab.

2.Phase: Etwa vor 135 Millonen Jahren, erstreckt sich das Meer erneut über die “Pyrenäen”. Es beginnte eine weitere Meeresablagerung. Organische Reste sammeln sich auf dem Meeresboden an und diese verschmelzen mit dem dortigen Kalkgestein. Wir befinden uns also wieder in der Litogenesis-Phase, in der die Gesteine, aus denen später die Pyrenäen “gebaut” werden, entstehen.

 

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