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Die Geografie der Pyrenäen::: |
Die Pyrenäen werden unterteilt in die westlichen oder atlantischen
Pyrenäen, die Hoch- oder Zentralpyrenäen und die östlichen
Pyrenäen. Der Bereich der Hochpyrenäen erstreckt sich
im Westen vom Port de Canfranc bis zum Val d'Aran im Osten. Höchster
Berg ist der Pico de Aneto im Maladeta-Massiv mit 3.404 m. Es gibt
rund zweihundert Gipfel über 3000 m in den Pyrenäen. Die
höchsten Berge sind auch noch vergletschert, wenn auch seit
etwa Mitte des 19. Jahrhunderts ein starker Rückgang der Gletscher
zu beobachten ist. Der ehemals sehr beeindruckende Ossoue-Gletscher
am Vignemale hat viel von seiner einstigen Größe verloren.
Vom Kantabrischen Meer bis zum Mittelmeer erhebt sich die Bergkette
der Pyrenäen wie eine riesige natürliche Schranke zwischen
Spanien und dem übrigen Kontinent. Sie erstrecken sich über
450 Kilometer Gipfel in rund 3.000 Metern Höhe, satten Tälern
und malerischen und Jahrhunderte alten Orten. Treffpunkt verschiedener
Kulturen und Eingangstor zum Jakobsweg - die Pyrenäen bergen
in jeder ihrer autonomen Regionen zahllose Schätze, die es
zu entdecken gilt: Navarra, Aragonien und Katalonien.
Es wird extensive Weidewirtschaft mit Schafen, Rindern und Ziegen
betrieben, in den Sommermonaten auch auf den Hochalmen. Vor allem
in den westlichen Pyrenäen werden verschiedene Käsesorten
hergestellt. In dem dort überwiegenden Kalkgestein sind vielfach
Höhlen vorhanden, in denen der Käse auf den Almen reifen
kann. Produziert werden Käse aus Kuh- und Schafmilch, häufig
auch gemischt. Bekannte Sorten sind der Ossau-Iraty aus dem Vallee
d'Aspe, dem Vallee d'Ossau und dem angrenzenden spanischen Pyrenäen,
und der im Baskenland aus Kuhmilch hergestellte Pyrenäenkäse
mit seiner schwarzen Wachsschicht. Auch aus Ziegenmilch wird frischer
und gelagerter Ziegenkäse hergestellt. In den Vorgebirgen wird
sowohl auf der französischen (Jurançon, Corbières),
als auch auf der spanischen Seite Weinbau betrieben. Bis Mitte des
20. Jahrhunderts spielte Schmuggel eine wichtige Rolle.
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